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Urteil des OLG Düsseldorf zur Reparatur mit geprüften Gebrauchtteilen im Rahmen der 130%-Grenze, auch wenn die kalkulierten Kosten diese Grenze überschreiten

(Leitsätze zu einem Urteil des OLG Düsseldorf vom 25.04.2001, AZ: 1 U 9/00)

Der Intigritätszuschlag hängt nicht davon ab, dass das Unfallfahrzeug nach den Richtlinien des Herstellers instandgesetzt wird. Auch das Schadengutachten schreibt die Reparaturmethode nicht verbindlich vor. Ob und inwieweit alternative Verfahren wie eine Reaparatur mit Gebrauchtteilen genügen hängt zunächst von der technischen Würdigung des Reparaturergebnisses ab. Technische oder optische Defizite schaden nicht, wenn sie nach umfassender Bewertung der Interessenlage des Geschädigten mit Blick auf den Zustand des Fahrzeuges vor dem Unfall nicht entscheidend ins Gewicht fallen.

Darf der Geschädigte verlässlich erwarten, dass die Kosten einer technisch vertretbaren Reparatur 130% des (ungekürzten) Wiederbeschaffungswertes nicht wesentlich überschreiten, so ist die Erteilung eines Reparaturauftrages nicht schon deshalb wirtschaftlich unvernünftig, weil die Instandsetzungskosten laut Schadensgutachten deutlich über der 130%-Grenze liegen.

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